Der Pekinese, auch als „Peking Palasthund“ bezeichnet, ein Gesellschafts- und Begleithund und stammt ursprünglich aus China.

Sein Fell hat eine üppige, lange und gerade Unterwolle sowie ein hartes und dichtes Deckhaar. Es ist zudem rundum an der Rückseite, den Ohren, Beinen und Zehen sowie der Rute stark befedert.

Über den genauen Ursprung dieser Rasse ist nicht viel bekannt. Man vermutet teilweise, dass es sich beim Pekinesen um eine Zwergausgabe der stark behaarten Hunde aus Tibet handelt. Andernorts nimmt man an, dass er, wie der Mops, eine besonders kleine Version einer flachgesichtigen Mastiffart sein könnte.

Eventuell ist der Pekinese sogar aus einer Kreuzung dieser beiden vermuteten Quellen entstanden. Sicher ist, dass solche Zwerghunde in China bereits seit der Tang-Dynastie im 8. Jahrhundert bekannt sind. Figuren aus Porzellan und Jade bezeugen eine Jahrhunderte alte Tradition, die ihre Blütezeit der Verehrung während der Mandschu-Dynastie der Jahre 1644 – 1912 hatte.

Da zu damaliger Zeit der Aberglaube sehr verbreitet war, galt der Pekinese aufgrund seines Aussehens als Verkörperung des „Foo-Dog“, der in der Lage war, die bösen Geister zu vertreiben. Die Bezeichnung „Löwenhund“ erhielt er durch die Überlieferung, dass Buddha von kleinen Hunden begleitet wurde, die sich bei Gefahr in Löwen verwandeln konnten.

Auch als „Sonnenhund“ wurde er bezeichnet, was an seiner Fellfarbe liegt. Da er auch so klein war, dass die chinesischen Höflinge ihn in ihren weiten Ärmeln tragen konnten, ist er auch als „Ärmelhund“ bekannt. Wie dem auch sei, die Chinesen sahen in dem Pekinesen ein halbgöttliches Wesen, dass keiner ausser der Adel besitzen durfte.

Allein im Palast in Peking waren 4000 Eunuchen ausschliesslich damit beschäftigt, Pekinesen zu züchten und aufzuziehen. Angeblich wurden sogar Sklavenfrauen dazu gezwungen, diese kaiserlichen Welpen zu stillen, nachdem ihre eigenen Töchter erschlagen wurden.

Normalsterbliche mussten sich vor ihnen verbeugen und auf Diebstahl eines Pekinesen stand die Todesstrafe. Starb ein Kaiser, wurden auch seine Pekinesen geopfert, um ihn auf der Reise ins Jenseits beschützen zu können.

Um zu vermeiden, dass jemals ein Ausländer eines dieser heiligen Tiere mit nach Hause nehmen konnte, wurden Hunde, die aus diplomatischen Gründen verschenkt werden mussten, vor ihrer Abreise heimlich mit Glassplittern gefüttert, damit sie während der Heimfahrt des Gastes starben.

Als die Briten während des 2. Opiumkrieges Peking im Jahre 1860 einnahmen, sollte nach Anweisung der kaiserlichen Familie die Garde alle Pekinesen töten, damit kein einziges Exemplar den sogenannten „weissen Teufeln“ in die Hände fällt. Trotzdem fanden die Engländer noch 5 Pekinesen, die sie nach England brachten.

Eine Hündin wurde der Königin Viktoria geschenkt, die das Tier „Looty“ nannte, was soviel wie „kleines Beutestückchen“ bedeutet. Seitdem hat sich der Pekinese nicht nur in England immer mehr verbreitet, da weitere Hunde jetzt auch über normale Wege aus China exportiert werden konnten.

Vom Charakter her sind Pekinesen sehr selbstbewusst und manchmal etwas dickköpfig. Sie sind, obwohl sehr mutig und gelegentlich sogar erstaunlich aufbrausend, niemals aggressiv. Viele Liebhaber meinen, sie ähneln vom Wesen her eher einer Katze als einem Hund. Nur wenn ihm danach ist, kann er sehr verschmust sein.