"Man
kann doch nicht allen helfen,
es ist doch nur ein Tropfen auf den
heißen Stein !"
Immer wieder habe ich dieses Zitat gehört. Ob ich
einen Regenwurm von der Straße aufgehoben, eine vertrocknete Pflanze gegossen,
eine fremde Katze versorgt, eine Entenfamilie von der Fahrbahn gerettet
oder mich jahrelang um kriegsverletzte Kinder gekümmert habe.
Richtig, nur ein Tropfen, allerdings für jedes dieser so
verschiedenen Individuen bedeutete er manchmal das Weiterleben, die
Existenz.
Bei den Hunden - unseren seit Jahrtausenden sogenannten
besten Freunden - bin ich nun hängengeblieben und staune, in welch dramatische
und unwürdige Situationen unsere tierischen Partner durch uns Menschen
kommen. Sei es im In- oder Ausland, das Leid ist allgegenwärtig.
Als fühlender Mensch habe ich meine Aufgabe darin gefunden, Hilfe
und Hoffnung denen zu geben, die sich nicht selber helfen können. Den Versuch zu
wagen, Ihre oftmals geschundenen Körper und Seelen zu heilen und das Vertrauen
zum Menschen trotz ihrer oft gegenteiligen Erfahrung
wiederherzustellen.
Ruhe und Geduld, Vertrauen,Zeit und Liebe ist der Faktor des guten
Gelingens. Die Erfahrung hat mich gelehrt, das dies durchaus möglich
ist. Und so freut es mich besonders, wenn ein einst ängstlicher Schützling sich
zu einem selbstbewußten, glücklichen Tier entwickelt und seiner neuen
Familie viel Freude macht .
Bei dieser zwar sehr anstrengenden, aber auch wunderschönen
Tätigkeit, was gibt es schließlich Befriedigenderes als ein Leben zu
retten, habe ich liebe Menschen kennenlernen dürfen ,
denen es ein Bedürfnis war , einer in Not geratenen Tierseele ein Zuhause in
Würde zu geben.
So vervielfältigt sich meine Philosophie, dass mehrere Tropfen des
Guten ein Rinnsal ergeben und mehrere Rinnsale ein Bächlein. Das Bächlein
wird zu einem Bach , einem Fluß und die Hoffnung auf einem Meer des Guten
besteht.
Als Mensch geboren zu sein ist ein Privileg und bedeutet
Verantwortung für Schwächere.