
Hunde in großer Not aus Osteuropa. Sehen Sie nur in die Augen dieser Tiere .
Verzweiflung, Erwartung und Vertrauen spiegelt sich in ihren Blicken. Ein jedes
Tier würde gerne ein Zuhause in einer Familie finden.
In viel zu kleinen Zwingern warten diese Tiere auf die Chance in ein
besseres Leben.
Diese
kleine Hündin hat ihr Leben, in einem kleinen Gitterkäfig verbracht . Dort hat
sie unermüdlich Welpen geboren. die man ihr viel zu früh weggenommen hat, weil
die Käufer die ganz kleinen Welpen mit dem ansprechenden Babyface
bevorzugen . Niemand hat sich um die Psyche der kleine Hündin gekümmert,
niemand hat sie bedauert, wenn sie verzweifelt nach ihren Kindern gesucht
hat, keiner hat ihre entzündeten Brustdrüsen behandelt. Dann und wann
haben Hormonspritzen Ihre Fruchtbarkeit gesteigert und so konnte die kleine
namenlose Hündin lange Zeit viele kleine niedliche Hundewelpen gebären,
die ihrem Besitzer gutes Geld eingebracht haben.
http://www.youtube.com/watch?v=C34ML7b_WuM
Irgendwann aber bekam sie nur noch wenige Welpen, das Futter und
das Entleeren des Gitterkäfigs war nicht mehr rentabel genug und so wurde die
kleine namenlose Hündin in der dorfeigenen Abdeckerei , der Müllstation für
Tiere entsorgt.
Sie hatte Glück im Unglück , dort wurde sie entdeckt
und kam sie zu mir. Ich habe sie Jade genannt, den Namen
dieses kostbaren Edel - und Glückssteines sollte die bis dahin namenlose
Zuchthündin nun tragen.
Ihr Zustand war sowohl körperlich , als auch psychisch sehr sehr
traurig. Das Haarkleid teilweise kahl und schuppig und durch die
jahrelange Käfighaft und der daraus resultierender Bewegunglosigkeit ,
verfügte sie über keinerlei Muskelmasse. Jade war viel zu fett und konnte kaum
gehen . An einer Ablösung der Netzhaut unter der viele dieser
kleinen Hunde , speziell aus derartigen "Vermehrungen " leidet sie auch , sie
ist blind .
Viel schlimmer aber noch war ihr psychischer Zustand, die
emotionale und klassische Abgestumpftheit eines Käfigtieres, das sich aufgegeben
hat und nur noch dahinvegetiert. Depressive , traumatisierte Hunde habe
ich schon erlebt , aber eine deratige Regungslosigkeit der Gefühle hatte ich bis
dahin noch nie bei einem Lebewesen gesehen. Es war eine große Freude, als sie
nach Wochen erstmals mit dem Schwänzchen heftig wedelte und so bescheiden ihre
Freude zeigen konnte.
Warum ich das schreibe ? Jade steht nicht zur Vermittlung,
sie hat sich an das Leben bei mir gut angepasst und orientiert sich
trotz ihrer Blindheit in Haus und Garten . Mehr Abwechslung macht ihr Stress und
der macht sich bemerkbar, das sie sich unentwegt im Kreis zu drehen anfängt ,
wenn sie sich z.b. in eine Ecke des Gartens verirrt , aus der sie nicht selbst
zurückfindet. Aus diesem Kreisen muss ich sie ab - oder herausholen ,
danach sinkt sie erschöpft in meine Arme und läßt sich einfach fallen .
Das jahrelange Eingesperrtsein hat seine Spuren hinterlassen und
das sich unermüdlich im Kreis drehen, war für Jade die einzige Möglichkeit
des Abreagierens. Jade, die ehemalige Zuchthündin lebt nun hier bei
mir ihr kleines Leben in Frieden und Geborgenheit.
Nachtrag: Meine geliebte kleine Jade ist gestorben. Ihre
traurige Geschichte ist aber heute noch traurige Realität, denn nach wie vor
werden Hunde unter diesen grausamen, tierverachtenden Bedingungen gezüchtet
.
Bitte überlegen Sie sich die Aufnahme eines Tieres gut. Es
bedeutet Verantwortung für viele Jahre und verursacht laufende Kosten. Die
Anschaffungskosten sind dabei die geringsten Kosten. Gehen Sie in ein Tierheim ,
zum Tierschutz und schenken Sie einem armen Tier ein neues Leben in Würde.
...der Tod ist im Preis einkalkuliert ,
Billighundezucht" in Ungarn . Sooo nah und so grausam !!!
