Hier sollen Tiere ein Andenken bekommen , die uns bereits vorausgegangen sind. Manche hatten noch ein schönes Leben und sind aus Alters- oder Krankheitsgründen verstorben. Manche waren jung und der Versuch, sie aus der Perrera zu befreien ist gescheitert. Alle aber waren es Geschöpfe wie wir , die Freude und Leid, Schmerz und Glück empfinden konnten. Sie alle liebten das Leben , genau wie wir Menschen.
Nach leider nur einigen Monaten bei seiner neuen Familie ist Golden Retriever
Hugo sanft und völlig unerwartet eingeschlafen.
Gestern am späteren Nachmittag verschlechterte sich der Zustand des kleinen
Colino rapide. Er, der noch in der vergangenen Nacht zu mir ins Bett
gesprungen und dicht an mich gekuschelt, geschlafen hatte, verweigerte nun
jegliche Nahrungsaufnahme .
Er sei nun bereit zu gehen, "sagte" er mir ganz deutlich. Leckte meine
Hand, drückte noch einmal sein kleines Köpfchen fest an mich. Dann versank er in
einen Dämmerzustand , lief noch einige Runden symbolisch auf seiner geliebten
Hundewiese und schlief ganz sanft und friedlich ein.

Ich dachte an Irene, eine Tierschutzkollegin, die an dem Tag, als ich
ihn als armseliges Häufchen Elend am Münchner Flughafen aus der Box holte,
lakonisch bei seinem Anblick zu mir sagte. "Der bleibt dir
, jetzt hast Du wieder einen Lhasa . " Stunden
davor hatte ich Tsobo, einen 18 Jahre alten
Lhasa Apso verloren.
Tsobo ging
und
Colino kam am selben Tag .
Ich hatte diese Absicht nicht, wollte den Kleinen gesund pflegen
und danach liebe Menschen für ihn suchen . Aber es kam anders.....Colino war
Opfer einer Misshandlung geworden und ist mit Brandverletzungen am Rücken
und durchstochenem Innenohr in die Perrera gekommen . Schlechte Leber -und
Nierenwerte machten ihn behandlungsbedürftig.
Wie immer, wenn ich einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Tier
verliere, helfen mir diese klugen Worte eines unbekannten
nordamerikanischen Ureinwohners .
Stehe nicht weinend an meinem Grab, denn ich bin nicht darin. Ich schlafe
nicht. Ich bin tausend Winde. Ich bin das Diamantglitzern im Schnee. Ich bin das
Sonnenlicht auf reifem Korn. Ich bin der sanfte Herbstregen. In der ruhigen
Stille des Morgenlichts , bin ich der Vogel in raschem Flug . Stehe nicht
weinend an meinem Grab, ich bin nicht darin, ich bin nicht gestorben.
Einst als Welpe von Kindern als "Fussball" "verwendet, konnte sie gerettet
werden und fand für einige Jahre ein Zuhause. Durch Trennung war sie wieder auf
der Suche und lebte einige Jahre bei anderen Leuten. Auch dort mußte
sie wieder weg . Nach einer weiteren traurigen Begebenheit, durfte
die überaus sensible, zarte Hündin bei mir bleiben.
Abschied von Luna im Mai 2010
Der
kleine Schäfermix Emil ist gestorben . Eine Krebserkrankung , die niemand
ahnen konnte, steckte in ihm und so waren ihm nur wenige Monate in seiner neuen
Familie vergönnt. Seine Leute sind sehr traurig, haben ihm aber in der Zeit ,
die er bei ihnen war, ein geradezu traumhaftes Leben geboten . Ein Hund, der es
in seinem Leben nie leicht hatte und auch in der Rangordnung im ungarischen
Tierheim ganz unten war, hat für kurze Zeit ein geradezu
fürstliches Leben genossen. Viel Auslauf, gutes Futter und Streicheleinheiten
ohne Ende.
Seine Familie trauert sehr um Emil
Frauchen : "Hätte ich gewußt was mit der Adoption und der Krankheit von
Emil auf uns zukommen würde, ich würde es immer wieder tun. Emil war ein so
wunderbarer Hund, ein außergewöhnlicher Charakter und Kamerad. Alle Menschen in
unserer Umgebung haben ihn geliebt und mit uns um ihn gebangt und mit uns
gehofft."



Mit
unsachgemäß entferntem Auge wurde der Bretone Bruno in sehr schlechten Zustand
in einem Olivenhain in Andalusien aufgefunden. Derartig kennzeichnen Jäger
ihre Hunde, die sich als
jagduntauglich erwiesen haben . Leider kein
Einzelfall sondern traurige Realität ! Am 12. Oktober starb der arme
Rüde. Zu seinen körperlichen und seelischen Torturen kamen auch noch
Infektionen.

Liebe, Zuneigung und Respekt vor dem Alter eines Tieres sind die Worte die
mir in Erinnerung an "meinen Leone " einfallen , der nun im März 2008 fast 16
jährig, für immer eingeschlafen ist. Ich durfte sein "Aufleben " in meinem
kleinen Hunderudel beobachten . Leone fehlt nun sehr, er war mein treuer
Begleiter für 1,5 Jahre.
Manchmal
ist das Leben sehr ungerecht .
Holly hat es geschafft die Perrera von Pamplona lebend zu verlassen . Sie
wurde an ihrem Äuglein operiert und hatte ein wunderschönes Zuhause in Salzburg
gefunden.
Für uns war es eine Freude mitzuerleben , wie aus einer traurigen kleinen
Hündin, die anfangs mangels Muskelmasse keine Runde auf der Hundewiese
laufen konnte und getragen werden mußte, sich zu einer kleinen
Sportskanone entwickelte.
Holly entdeckte das Spiel mit dem Ball .
Alles schien wunderbar für Holly zu sein ,....bis ein Auto ihr kleines Leben
auslöschte. Passiert in einer einzigen Sekunde, als Frauchen den Knoten in der
Leine lösen wollte und Holly eine Katze sah, der sie nachlief....direkt
in das Auto.